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Die Sicherheitsbestimmungen in der Formel 1 |
Die ersten Crash-Tests wurden
bereits 1985 eingeführt, doch erst die tödlichen Unfälle von Ayrton
Senna und Roland Ratzenberger 1994 in Imola revolutionierten die
Sicherheit im Motorsport und speziell in der Formel 1. Die
Crash-Tests wurden seither weiter verschärft.
Mittlerweile gibt es
drei dynamische Tests
und zwölf
statische Belastungsprüfungen. Ein
Rennauto bekommt erst die Zulassung, wenn sämtliche Tests bestanden
sind. Das Chassis wird dabei von vorne mit 15 Meter/Sekunde (54
Stundenkilometer), von der Seite mit 10 m/s (36) und mit dem Heck
voran mit 11 m/s (39,6) gegen eine Wand gefahren. Die Obergrenzen
für die maximale Verzögerung, Energieaufnahme und Verformung sind
genau festgelegt.
Grundsätzlich gilt:
Die Überlebenszelle muss dabei völlig intakt bleiben. Einen der
größten Fortschritte aus Sicht der Ärzte brachte 1996 die
Einführung des Kopf- und Nackenschutzes.
Dabei handelt es sich um einen Kragen, der mit Schaum gefüllt ist.
Je nach Außentemperatur wird ein anderer Schaum verwendet. Er federt
alle Stöße auf den Kopf weich ab. Seit 1999 muss jedes Auto mit
einem Unfallschreiber ausgerüstet sein. Dabei werden alle
Geschwindigkeits- und Verzögerungswerte aufgezeichnet. Sie dienen
als Grundlage, die Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verbessern.
2003 wurde das HANS-System
Pflicht. Dabei wird der Helm mit zwei elastischen Bändern an einem
Gestell befestigt, dass die Fahrer über den Schultern tragen. HANS
sorgt für eine kontrollierte Verzögerung des Kopfes bei einem
Aufprall von vorne und hinten und sorgt dafür, dass der Nacken nicht
überdehnt werden kann. Das Innere des Cockpits ist seit 2002 mit
einem Schaumpolster gefüttert. Dieser Schutz soll den Fahrer vor
Beinbrüchen verschonen.
Auch 2007 hat die FIA die Sicherheitsvorschriften nochmals
verschärft. Nase und Heckstruktur müssen sich weicher
zusammenfalten, und die Flanken der Fahrgastzelle sind mit einer
sechs Millimeter dicken Schicht aus Karbon und Zylon versehen. Zylon
wird für schusssichere Westen verwendet. Das soll verhindern, dass
Fremdteile in das Cockpit eindringen.