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Das ABC der Formel 1 - Formel 1 Saison erklärt (mit neuen Regeln)! |
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Bezeichnung für den
erwünschten Gleichgewichtszustand des Abtriebs, der an Vorder- und
Hinterachse produziert wird. Verhältnis zwischen dem Abtrieb und dem Tempoverlust, den dieser Effekt verursacht . AERODYNAMISCHE HILFSMITTEL Bezeichnung für alle
Hilfsmittel, die zur Verbesserung der Aerodynamik und damit dem Abtrieb
führen. Das sind vor allem Flügel, Spoiler und technische Maßnahmen. Einführungsrunde,
Warm up: Vor dem Start folgen die Boliden mit niedriger Geschwindigkeit dem
Safety Car. Dabei werden unter anderem die Reifen auf die erforderliche
Idealtemperatur erwärmt. Sturzräume hinter
den Kurven. Kommen die Boliden von der Strecke, verlangsamt sich deren
Geschwindigkeit durch den Untergrund (Gras, Kies, Sand). Abrieb Die Abnutzung der
Reifenoberfläche. Beim Fahren reibt sich das Gummi auf der Reifenoberfläche
über den Asphalt ab und hinterlässt dort eine Gummischicht, die für eine
bessere Bodenhaftung und Grip sorgt. Abstimmung Die grobe Abstimmung
(Getriebe, Aerodynamik, Reifen) nehmen die Teams bereits in der Fabrik vor.
Die Feinabstimmung erfolgt dann vor Ort, um auf die spezifischen Bedingungen
der Strecke einzugehen. Abtrieb Abtrieb ist die
Kraft, mit der die Boliden durch Balance und Aerodynamik bis zum Vierfachen
des eigenen Gewichts auf die Strecke gepresst werden. Die Wagen liegen
stabiler auf der Straße je größer der Abtrieb ist. Aerodynamik Allgemeine
Bezeichnung für die Lehre von der Bewegung der Luft. Airbox Öffnung an der Front
der Motorenabdeckung. Die Airbox ist so konzipiert, dass eine maximale Menge
komprimierter Luft dem Motor zugefügt wird, um so eine optimale Leistung zu
erzeugen. Die Radaufhängung
dient der Abfederung und sicheren Führung der Vorder- und Hinterräder.
Bezeichnung für die
Windabweiser hinter den Vorderrädern. BERGUNG Fallen Boliden
während des Rennens aus, werden sie von den Streckenposten geborgen. Dabei
gilt: 1. Nach dem Aussteigen muss das Lenkrad wieder an der Lenkstange
angebracht werden, damit das Fahrzeug gelenkt werden kann. 2. Das Getriebe
muss auf ¿neutral¿ stehen, damit das Auto manövrierbar ist. 3.Am Fahrzeug
muss eine Öse vorgesehen sein, die das Wegheben mit einem Kran ermöglicht.
BLISTERING Begriff für die
Blasenbildung auf den Reifen bei extremer Hitze. BODENABSTAND Die Einstellung des
Bodenabstandes kann die Straßenlage des Fahrzeuges bezüglich Unter- und
Übersteuern verändern. BODENHAFTUNG zurück nach oben siehe Abtrieb BOXENGASSE Innerhalb der
Boxengasse befinden sich Boxen der Teams, zu denen nur Mechaniker und
direkte Verantwortliche Zugang hat. Es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung,
die je nach Strecke zwischen 80 und 120 Stundenkilometer. Bei Verstoß gegen
diese Einschränkungen droht dem Fahrer eine Geld- oder auch eine
Stop-and-Go-Strafe. BOXENMAUER Zwischen der
Boxengasse und der Rennstrecke befindet sich die Boxenmauer, an der sich die
Kommandostände der Teams befinden. BOXENSTOPP Je nach Strecke und
Taktik müssen die Wagen in jedem Rennen einen oder zwei Boxenstopp einlegen.
Bis zu 17 Mechaniker sind dann mit Auftanken, Reifenwechsel beschäftigt.
Drei Mann pro Rad, zwei an den Wagenhebern, zwei zum Auftanken und ein
Chefmechaniker, der mit dem „Lollipop“-Schild dem Fahrer signalisiert, wann
er wieder Gas geben kann. BREMSBELÜFTUNG Je nach Größe der
Belüftungsöffnung wird die Temperatur der Bremsen geregelt und damit deren
Wirkung. In der Spanne zwischen 350 bis 500 Grad Celsius liegt die
Funktionstemperatur der Bremsen. BREMSEN Zwei Bremsklötze und
maximal sechs Kolben sind pro Rad erlaubt. Nicht verwendet werden dürfen
Kühlflüssigkeit, ABS und servounterstützte Bremsen. BREMSPLATTEN Blockiert ein Rad
häufig beim Anbremsen, entsteht eine flache Stelle auf dem Reifen, die
Bremsplatte. Dadurch kann das Fahrverhalten bis hin zu Ausfällen durch
Dreher oder Ausrutscher beeinträchtigt werden. Bezeichnung für eine
leichte Wölbung zur Fahrbahnmitte hin. CHASSIS Das Chassis ist eil
des Fahrzeuges, an dem alle anderen Komponenten des Wagens befestigt sind.
Chassis werden an einem Stück aus Kohlefaser hergestellt und sind so extrem
widerstandsfähig und bruchsicher. Gleichzeitig sind Chassis sehr leicht.
CLEAN AIR Bezeichnung für den
Luftstrom, der von einem vorausfahrenden Auto optimal auf das nachfolgende
Fahrzeug trifft. Als Resultat erzielt das folgende Auto sehr gute Ergebnisse
beim Abtrieb und der Kühlung der Bremsen sowie des Motors erreicht. COCKPIT Der Arbeitsplatz des
Fahrers im Wagen, von wo er den Boliden steuert. Die Polsterung auf Kopfhöhe
muss seit 1996 eingebaut werden. CRASH TEST Bevor die Monocoques
in der Formel 1 eingesetzt werden dürfen, müssen sie erst einen beglaubigten
Crash Test bestehen. Bei einem Frontalaufprall mit mindestens 50 km/h dürfen
diese nicht beschädigt werden. CURBS Bezeichnung für die
Randsteine in den Kurven. Ablenker. Auch
Barge-Board oder Turning-Vane genannt. Ein Bauteil hinter dem Vorderrad, um
entstehende Luftwirbel zu beruhigen. Differenzial Ein
Getriebemechanismus im hinteren Teil des Chassis, was es den Antriebswellen
erlaubt, sich unabhängig voneinander in verschiedenen Geschwindigkeiten zu
drehen. Diffusor Nach hinten
gezogenes Leitwerk, das für einen kontrollierten Luftstrom am Unterboden
sorgt, um dabei einen maximalen Unterdruck entwickelt. Distanz Eine Rennstrecke
kann maximal 305 Kilometer umfassen. Falls, wie beispielsweise bei
Regenrennen, nach zwei Stunden diese Distanz nicht erreicht wird, wird der
Erste im Feld heraus gewunken und zum Sieger erklärt. Downforce Siehe Abtrieb Drehmoment Bezeichnung für das
Beschleunigungsvermögen, das vom Motor auf die Räder übertragen wird.
Ausschlaggebend ist dabei der Verbrennungsdruck im Motor. Driften Kontrolliertes
Rutschen eines wagen über beide Achsen bei Kurvenfahrten. Drive-by-wire Elektronisches
Gaspedal per Sensor, das den bei Straßenwagen üblichen Gaszug ersetzt.
Siehe Aufwärmrunde
Siehe T-Car ErsatzwagenAn jedem Rennwochenende stehen den Teams lediglich zwei Wagen zur Verfügung. Ersatzautos werden von der Rennkommission nicht mehr abgenommen und dürfen daher auch nicht mehr eingesetzt werden (außer mit einer Sondergenehmigung bei außergewöhnlichen Umständen). Federation
Internationale de l`automobile. Internationaler Motorsportverband und
Ausrichter der WM. FOA Formula One
Administration. Organisation, die sich um die wirtschaftlichen Aspekte, wie
Preisgelder und Vermarktung, kümmert. Vorsitzender ist Bernie Ecclestone.
FOCA Die Vereinigung der
Konstrukteure, deren Vorsitzender Bernie Ecclestone ist. Flaggen Regeln den Betrieb
auf der Strecke. Kurzbezeichnung für
die Heckflügel, die den Antrieb der Hinterachse fördern. Frontflügel Drücken den Wagen in
Kurvenfahrten fester auf den Boden, um so eine maximale Geschwindigkeit zu
erreichen. Frühstart Elektronisch
überwacht. Ein verfrühtes Starten wird sofort angezeigt und mit einer
Zehn-Sekunden Strafe in der Box bestraft, bei der keine Reparaturarbeiten
vorgenommen werden dürfen. Die
Fahrergewerkschaft
Getriebe In der Formel 1
halbautomatisch mit erlaubten vier bis sieben Vorwärts- und einem
verpflichtenden Rückwärtsgang. Der Fahrer braucht nicht zu kuppeln. Gewicht Mindestens 600
Kilogramm muss ein Bolide inklusive Fahrer auf die Waage bringen. Gravel Kiesbett International
verwendete Bezeichnung für die Startaufstellung. Grip zurück nach oben Die max. zu
übertragende Kraft zwischen Räder und Fahrbahn. Ground Effect: Saugeffekt. Aufgrund
der Luftströmung, die an Spoiler und Flügel einen Widerstand erzeugt, wird
der Bolide auf die Rennstrecke gedrückt und erfährt so eine höhere
Bodenhaftung, was höhere Geschwindigkeiten ermöglicht. Hairpin. Bezeichnung
für extrem enge und langsame Kurven. Gesamtverhalten des
Fahrzeugs. Mit Ideallinie
bezeichnet man im allgemeinen die Linie, auf der die Strecke am schnellsten
umfahren werden kann. Die Ideallinie ist in der Regel kürzer als die normale
Streckenlänge, die von der Pistenmitte aus gemessen wird. Heutzutage
bezeichnet man als Ideallinie auch oft die sauberste Strecke, die den Autos
mehr Grip bietet. Die Intermediates
sind Halbregenreifen, die dann zum Einsatz kommen, wenn die Piste etwas
feucht ist. Das Kiesbett dient
der Sicherheit der Fahrer. Es handelt sich dabei um die Auslaufzone, in die
ein Wagen fährt, wenn er von der Piste abkommt und in der er stark
abgebremst wird. In eine Klassierung
rutscht jeder Fahrer, der 90 Prozent der Gesamtdistanz zurückgelegt hat,
selbst wenn er bei Rennende ausgefallen sein sollte. Kohlefaser Kohlefaser ist ein
Verbundfaser-Werkstoff. Ursprünglich wurde dieser Werkstoff für die
Raumfahrt entwickelt. In der modernen Formel 1 sind die Chassis aus
Kohlefaser, da diese sehr leicht und stark belastbar sind. Nachteil einer
Kohlefaser ist, dass sie sehr teuer ist. Kommissare Die Kommissare
überwachen die Einhaltung des Technischen Reglements. Sie arbeiten unter der
Aufsicht des Renndirektors. Zu den Aufgaben der Sportkommissare zählt auch
die Verhängung von Strafen und die Kontrolle über die Einhaltung des
Reglements. Konstrukteurs-WM Neben den Fahrern
erhalten auch die Teams WM-Punkte und ermitteln so ihren Weltmeister. Die
Punkte addieren sich aus den Zählern, die die Fahrer einbringen. Belegen die
Fahrer eines Teams die ersten beiden Plätze in einem Rennen, so würde das
Team dementsprechend 16 Konstrukteurspunkte erhalten. Das Team mit den
meisten Punkten am Saisonende erhält den Titel Konstrukteurs-Weltmeister!
Kraftstoff Der Kraftstoff
treibt die Boliden an, wie einen ¿normalen¿ PKW. Demnach entspricht der
Kraftstoff in seiner Zusammensetzung dem normalen Tankstellensprit. Jedes
Team muss der FIA den Kraftstoff zur Genehmigung vorlegen. Kühlung zurück nach oben Durch die Kühlung
wird die Hitze, die sich in den Formel-1-Motoren entwickelt effizient
abgeleitet. Dadurch werden die Temperaturen unter Kontrolle gehalten. Das Lenkrad nutzt
der Formel-1-Fahrer nicht ausschließlich zum lenken. Am Lenkrad befinden
sich alle nötigen Instrumente, die der Fahrer zum fahren braucht. Das
Lenkrad ist mit einem Schnellverschluss zum Abnehmen ausgestattet. Dieses
ermöglicht den Fahrern ein leichtes aussteigen aus dem Wagen. Lizenz Die Lizenz ist der
Führerschein für alle nationalen und internationalen Motorsportwettbewerb.
Lollipop Lollipop ist das
Schild, welches dem Fahrer beim Boxenstopp vor dem Wagen gehalten wird.
Damit wird dem Fahrer angezeigt, ob er den Fuß auf der Bremse halten muss
(„Brakes on“) oder ob er losfahren kann („Go“). Luftwirbel Luftwirbel werden
von den Autos erzeugt. Es handelt sich dabei um die Turbolenzen, die der
Wagen aufwirft. Oft stören diese Turbulenzen die Aerodynamik eines dicht
dahinter fahrenden Wagens. Monococque ist der
französische Ausdruck für die Fahrerzelle des Fahrers, also das Chassis.
Monoposto Monoposto ist der italienische Begriff für einsitzige, offene Rennwagen mit freistehenden Rädern. Motor Für den Motor gibt
es in der Formel 1 Vorgaben: ein Heckbetriebener Viertaktmotor mit max.
zwölf Zylindern, max. fünf Ventilen und max. 3000 ccm Hubraum. Das Nachtanken eines
Formel-1-Wagens war elf Jahre lang verboten. Seit 1994 ist es wieder
erlaubt. Die Tankgeschwindigkeit beträgt ca. 22 Liter pro Sekunde. Nase Als Nase bezeichnet man die Spitze eines Rennwagens. Sie darf nicht weiter als 120 cm von der Vorderachse entfernt sein. Ihre Breite ist auf 140 cm begrenzt. Nomex Aus Nomex ist das
Material der Kleidung, die den Fahrer vor Feuer schützt. Der Overall muss in
einem 700 Grad heißen Benzinfeuer mindestens zwölf Sekunden Schutz bieten.
ONS steht für
Oberste Nationale Sportbehörde. Overall zurück nach oben Arbeitskleidung für
Mechaniker und feuerfester, einteiliger Anzug für Rennfahrer. Ein Overall
besteht aus zwei- bis vierlagigem Nomex-Material und ist bis 1400 Grad
hitzegetestet. Oversteering Oversteering ist die
englische Bezeichnung für Übersteuern. Als Paddock wird das Fahrerlager bezeichnet. Hier stehen die Teamtransporter und Motorhomes. Parc Fermé Parc Fermé ist ein,
von der Strecke, abgegrenzter Bereich, in dem die Wagen nach Rennende
geparkt werden müssen. Dort werden sie von den Rennkommissaren auf
Regel-Konformität überprüft und anschließend wieder freigegeben. Pit Stopp Pit Stopp ist der
Boxenstopp. In der Formel 1 findet während des Boxenstopps das Auftanken und
der Reifenwechsel statt. Die Dauer eines Pit Stopps differenziert bei den
verschiedenen Teams und ist stark mit der Benzinmenge verbunden, die während
des Stopps nachgetankt wird. Pitlane Die Pitlane ist die
Boxengasse. Dieses ist der Bereich zwichen den Boxen der Teams und der
Boxenmauer. In der Pitlane gilt in der Regel ein Tempolimit von 80 km/h.
Pole Position Der erste Startplatz
bei einem Rennen. Die Pole wird im Qualifying ermittelt. Der Fahrer mit der
schnellsten Qualifyingzeit darf beim Rennen von der Pole Position starten.
Es wird 2003 zwei
statt bisher ein Qualifikationstraining geben. Die einzelnen Durchgänge
finden freitags und samstags statt. Bei jeder Session darf nur ein Auto auf
der Strecke sein. Gestartet wird wie folgt: Querbeschleunigung Das ist die
Beschleunigung, die Fahrer und Wagen beim Durchfahren einer Kurve nach außen
drücken. Querlenker zurück nach oben Das sind
schwenkbaren Röhren, die an jeder Radaufhängung eines Boliden als
Verbindungsteile montiert sind. Sie stehen vertikal zur Längsachse. Die Radaufhängung
ist in ihrer Härte verstellbar. Damit beeinflusst sie das Fahrverhalten des
Boliden. Hierbei nimmt sie Einfluss auf die Kurvengeschwindigkeit, den
Bodenabstand auf den Geraden, die Bremsstabilität und den Antrieb. Radlager Im Gegensatz zu
normalen PKWs werden die Radlager in der Formel 1 gefettet anstatt geölt,
dies verhindert ein Wegfließen. Re-Start Dies ist der
internationale Begriff für Neustart. Neu gestartet wird, wenn es nach einem
Start zu einem größeren Unfall kam oder wenn ein anderes Problem besteht,
was die Strecke behindert und somit zum Rennabbruch führt. Reifen Die Teams haben 2003
insgesamt drei statt zwei Reifenarten zur Verfügung. Jeder Rennstall verfügt
demnach über zwei verschiedene Sorten von Trockenreifen und einem Typ
Regenreifen. Allerdings bleiben die Reifensätze wie bisher bei maximal zehn
pro Team! Reifenhersteller Bei der Präsenz nur
eines Reifenherstellers, muss dieser 100% des Starterfeldes ausrüsten, bei
zwei Herstellern muss jeder in der Lage sein 60% des Feldes auszurüsten und
bei drei Herstellern jeder 40% der Teams. Jeder Hersteller muss die Teams
mit zwei Spezifikationen Trockenreifen und drei Versionen Regenreifen
ausrüsten. Rennabruch Die rote Flagge
signalisiert, dass das Rennen abgebrochen wird. Dies ist der Fall, wenn das
Wetter zu schlecht ist oder ein Fahrzeug die Strecke blockiert. Renndirektor Der Renndirektor ist
für den kompletten Ablauf während eines Rennwochenendes verantwortlich. Er
steht im ständigen Kontakt mit den FIA-Funktionären. Rutschwinkel
Das ist der Winkel zwischen der Stellung der Vorder- und Hinterräder und der
Fahrtrichtung. Dies ist das
Sicherheitsfahrzeug. Es führt das Feld durch die Einführungsrunde. Außerdem
wird es von der Rennleitung eingesetzt, um das Feld abzufangen und sicher um
den Kurs zu führen sollten Gefahrensituationen bestehen. Hiermit sollen
Rennabbrüche vermieden werden. Während einer Safety-Car-Phase darf nicht
überholt werden, weder das Sicherheitsfahrzeug selber, noch andere Wägen.
Saugmotoren Dies sind Verbrennungsmotoren, die die Luft nur durch den Kolben ansaugen. Hier wird keine Unterstützung wie beim Turbo verwendet. Seit 1989 dürfen in der Formel 1 nur noch Saugmotoren verwendet werden. Schaltung In der Formel 1 wird mittels eines halbautomatischen Getriebes geschaltet. Der Fahrer kann über zwei Wippen am Lenkrad rauf und runter schalten, dabei benötigt er keine Kupplung mehr. Schmierstoffe An vielen Teilen der
Mechanik ist die Schmierung von großer Bedeutung, dabei darf das
Schmiermittel nicht durch das System fließen, sondern muss an Ort und Stelle
verbleiben. Schwerpunkt In der Formel 1
gilt, je tiefer der Schwerpunkt des Boliden ist, desto besser liegt der
Wagen auf dem Kurs. Set-Up Dies sind die Reihe
der Einstellungen, die an einem Wagen vorgenommen werden, um ein besonders
gutes Handling des Fahrzeuges zu ermöglichen. Dabei werden Einstellungen an
den Flügeln, Federn, Dämpfern und Stabilisatoren vorgenommen. Da alle
Strecken unterschiedlich sind, müssen die Einstellungen bei jedem Kurs neu
vorgenommen werden. Sitz Der Sitz ist aus
einem einzigen Stück gegossen und darf nicht fest im Wagen installiert
werden. Dies dient dazu, dass man den Fahrer inklusive Sitz im Falle eines
Unfalles bergen kann. Slicks Dies sind Profilose
Reifen, die bei 85 Grad Celsius, ihrer optimalen Arbeitstemperatur, die
stärkste Haftung auf dem Grid entwickeln. Sie können nur bei trockener
Strecke eingesetzt werden. Die FIA hat diese 1997 im Reglement verboten.
Speed-Limiter Dieser wird per
Knopf am Lenkrad ausgelöst und drosselt die Geschwindigkeit auf die erlaubte
Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse. Spurbreite Die maximal erlaubte
Spurbreite beträgt 180 cm. Start 30 Minuten vor dem Start wird die Boxengasse geöffnet und die Fahrer dürfen auf den Kurs hinaus. Dann können sie beliebig viele Kontrollrunden drehen, müssen jedoch bei Start und Ziel durch die Boxengasse fahren. 15 Minuten vor Start wird die Boxengasse wieder geschlossen. Jeder Fahrer, der diese dann noch nicht verlassen hat, muss aus der Boxengasse nach dem Feld starten. Sind die Kontrollen beendet fährt der Fahrer auf seinen Startplatz. Pünktlich um 14 Uhr Ortszeit wird das Rennen mit der Einführungsrunde, die das Safetycar anführt, begonnnen. Nach dieser Runde begeben sich alle wieder auf ihre Startplätze. Das eigentliche Rennen wird dann mittels einer Ampel gestartet. Zuerst gehen alle fünf roten Lampen an und sobald sie erlischen ist das Rennen gestartet. Stop-and-go-Strafe Dies ist ein
Strafstopp für den Fahrer, der wegen unsportlichen Verhaltens oder
Regelverstößen gegeben wird. Der Fahrer muss dann innerhalb von drei Runden
nach Erhalt der Strafe an seine Box fahren und solange stehen, wie die
gegebene Strafe ist. Dabei darf nicht am Fahrzeug gearbeitet werden. Streckenposten Helfer, die am Rande
der Strecke postiert sind und mittels Flaggen Sicherheitshinweise
signalisieren. Außerdem müssen sie die Strecke während des Rennens von
Hindernissen befreien. Schließlich müssen sie bei Unfällen Aufgaben zur
Bergung und Rettung übernehmen. Superlizenz Das ist die
Fahrerlaubnis, die ein Fahrer braucht um an einem Formel 1-Rennen
teilzunehmen. Diese wird von der FIA vergeben. Ein Fahrer erhält sie indem
er in anderen Rennserien gute Ergebnisse einfährt. Dies ist die
Bezeichnung des Ersatzfahrzeuges. Jeder Fahrer darf pro Tag in den freien
Trainings nicht mehr als zwei Autos verwenden. Im Qualifying darf jeder
Fahrer maximal drei Autos verwenden. Jedes Ersatzauto muss jeweils die
Startnummer des jeweiligen Fahrers tragen. Im Falle eines Rennabbruchs ist
es gestattet das Auto zu wechseln, wenn der Führende nicht mehr als zwei
Runden absolviert hat, sobald die Einführungsrunde wieder begonnen hat, ist
ein Fahrzeugwechsel nicht mehr zulässig. Teamorder Jede Form einer Teamorder, die den Ausgang eines Grand Prixs beeinflusst, ist verboten! Telemetrie Sind die Daten, die
Auskunft über sämtliche Vorgänge im Wagen geben. Sie werden von Computern
aufgezeichnet und stehen dem Team zur Verbesserung des Wagens entweder
direkt oder per download am Wagen zu Verfügung. Testfahrten Ein Team, welches sich einer Beschränkung von maximal zehn Testtagen unterwirft, kann an jedem GP-Freitag zwischen 9 und 11 Uhr mit seinem Ersatzauto und einem dritten Piloten Testfahrten unternehmen. Training zurück nach oben (s.a. Qualifying)
Traktion Dies ist die
deutsche Bezeichnung für Grip. Dabei handelt es sich um die Haftung des
Wagens bzw. der Räder auf dem Kurs. Traktionskontrolle Dies ist ein elektronisches Hilfsmittel, welches das Durchdrehen der Räder verhindert. Es ist auch als Antischlupfregelung bekannt. Das ganze wird mittels einer Software gesteuert. Das System erhält von Sensoren an der Antriebsachse Meldung, sobald die Traktion nicht optimal ist, die Software verringert dann die Leistung. Besonders nützlich ist diese Technik bei nasser Piste oder bei den stehenden Starts. Die elektronische Startkontrolle, die Startautomatik und die automatischen Getriebe dürfen nicht mehr verwendet werden. (Gültig ab dem Großen Preis von Silverstone am 20. Juli 2003.) Trockenreifen Jedem Fahrer stehen für das komplette Rennwochenende 32 Trockenreifen zur Verfügung. Die Trockenreifen müssen vier Rillen Profil aufweisen. Turbulenzen Dies sind die unkontrollierten Luftströme des Fahrtwindes. Es gilt diese durch eine optimale Aerodynamik zu nutzen. Der Überrollbügel ist ein Stahlrohr, welches den Fahrer bei Überschlägen schützen soll. Der Abstand zwischen Helm und Bügel beträgt 70 mm. Übersteuern Beim Übersteuern
bricht dem Fahrer das Heck des Wagens in den Kurven aus. Unterboden Dies ist die Bodenplatte des Boliden. Sie ist aus Holz und so erzeugt, dass die Luftwirbel erzeugt, die für eine bessere Bodenhaftung sorgen sollen. Die FIA erlaubt einen maximalen Abrieb dieser von nur 1 mm, durch eventuelle Aufsetzer während des Rennens. Untersteuern Beim Untersteuern schiebt das Auto über die Vorderachse zum Kurvenaußenrand, das heißt, der Wagen fährt nicht in die Kurve sondern geradeaus. Unterwäsche
Die Unterwäsche der Piloten unter deren Overalls, wozu auch der
Gesichtsschutz zählt ist aus feuerfestem Nomex. V Dies ist
die Bezeichnung der Zylinderstellung zueinander im Motor. Daher kommen die
Namen V8-, V10- und V12-Motoren. In der Formel 1 hat sich momentan der
V10-Motor zur besten Variante entwickelt. Ab der Saison 2003
fahren die besten acht Fahrer in die Punktewertung. Die Verteilung der
Punkte verläuft wie folgt: Wagenheber Da ein normaler
Wagenheber bei Boxenstopps zu langsam wäre und die Boliden nicht sehr schwer
sind, wird in der Formel 1 ein Hebel auf zwei Rädern benutzt. Wagenkontrolle Nach dem Qualifying muss jeder Wagen direkt in die Parc Ferme. Von dort aus werden die Boliden nach den Überprüfungen gleichzeitig zum Rennen freigegeben. Allerdings darf unter Aufsicht der Rennkommissare noch an den Autos gearbeitet werden. Reparaturen müssen vorher genau festgelegt werden und dürfen dann durchgeführt werden. Warm Up Dies ist ein
zusätzliches Training am morgen des Renntages. Dieses dient dazu, dass sich
Fahrer und Teams auf eventuelle Veränderungen des Belages und Wetters
reagieren können. Dies sind
Zusatzflügel auf den Seitenkästen der Boliden. Tyrrell entwickelte diese um
mehr Abtrieb zu erhalten. Die FIA hat sie aus sicherheitstechnischen Gründen
nach dem Grand Prix von Imola 1998 verboten. Deutsche Bezeichnung für das Qualifying (s.a. Qualifying). |