Bekommt Formel 1 Konkurrenz von Formel E?

Die Formel E startete 2014/2015 in ihre erste Saison. Damals war noch nicht ganz klar, ob eine rein elektrische Rennserie ausreichend Interesse bei Rennsportfans wecken würde, um sich halten zu können. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass dies durchaus der Fall ist. Grund für den Erfolg der Formel E ist vor allem das große Interesse, welches vonseiten der Hersteller gezeigt wird. Audi und Porsche ziehen sich zum Beispiel von den schnellen Rennen der Formel 1 zurück und arbeiten stattdessen fleißig an ihren Elektro-Rennserien. Wie gefährlich kann die Formel E der Formel 1 werden?

Bei der Formel E treten zehn Teams mit jeweils zwei Fahrern gegeneinander an. Viele der Fahrer sind sogar ehemalige Formel-1-Piloten. Selbst der ehemalige Weltmeister Nico Rosberg zeigt bereits großes Interesse an der Formel E. Die Rennserie wird, wie auch die Formel 1, von dem Automobilweltverband FIA organisiert. Mit Konzepten wie Umweltverträglichkeit, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit soll vor allem ein junges Publikum angesprochen werden. Mit der Formel E sollen Innovation und Fortschritt in der Automobilindustrie weiter vorangetrieben werden.

Dieses Fortschrittsdenken kennt man heute auch aus anderen Bereichen. Die Finanzwelt wurde zum Beispiel durch das Internet-Banking revolutioniert. Und Spielbanken konnten mithilfe von Online-Casinos neue Kunden anlocken, da sie ihnen so ein größeres Angebot an Spielen bieten können. Sowohl Internet-Banking als auch Online-Casinos haben ihre jeweiligen Branchen modernisiert, sodass sie auch in der modernen Welt weiterhin relevant bleiben können. Und genau das möchte die Formel E ebenfalls bewirken.

Wohl eine der größten Herausforderungen für Formel-E-Hersteller ist die Batterie. Sowohl für die Rennställe als auch die Entwickler sind zwei Punkte bezüglich der Batterien von ganz besonders großem Interesse: eine verbesserte Leistung und eine höhere Reichweite. Beides soll nicht nur den Sport spannender machen, sondern die neu entwickelten Technologien sollen anschließend auch von der Automobilindustrie genutzt werden können. Wichtig ist, dass die Batterie nicht zu groß wird, um die gewünschte Leistung zu erbringen. Sie muss kompakt und leicht bleiben.

Die rasante Entwicklung in diesem Bereich ist äußerst bemerkenswert. 2014 gingen die Fahrer noch mit Batterien mit einer Kapazität von 28 kWh an den Start. Bereits zwei Jahre später hatte diese sich verdoppelt. Formel-E-Batterien verfügten 2016 über eine Leistung wie ca. 4.000 Smartphonebatterien zusammen. Doch die Entwickler tüfteln und forschen immer weiter. Die Formel E ist also nicht nur Sport, sondern auch Wissenschaft.

Warum zieht es immer mehr Autohersteller zur Formel E? Es geht dabei nicht einmal unbedingt um die Liebe zum Rennsport, sondern um Wettbewerbsfähigkeit. Wer Elektroautos herstellt, der muss an der Spitze der Forschung mit dabei sein. In den USA konnte sich Tesla bereits etablieren – in Europa besteht also großer Aufholbedarf.

Zudem unterliegen Hersteller der Verordnung für CO2-Emissionen. Ein bestimmter Grenzwert darf nicht überschritten werden. Um konkurrenzfähig bleiben zu können, müssen neue Ideen her.

Noch ist die Formel 1 die Königin des Motorsports. Doch die Formel E zeigt durchaus das Potenzial dazu, an ihrem Thron rütteln zu können. Aber noch ist es nicht so weit.